KI-Sichtbarkeit testen: fünf Fragen, die Sie heute prüfen können
Ihre KI-Sichtbarkeit testen Sie, indem Sie Assistenten wie ChatGPT, Perplexity und die KI-Übersicht von Google genau die Fragen stellen, die Ihre Kunden stellen würden, und prüfen, ob und wie Ihr Betrieb dabei auftaucht. Sie brauchen dafür kein Werkzeug und kein Budget, nur ein paar gezielte Fragen und einen nüchternen Blick auf die Antworten. Die folgenden fünf Prüfungen können Sie heute selbst durchgehen.
Vorab ein ehrlicher Hinweis zur Aussagekraft: KI-Antworten schwanken. Dieselbe Frage kann je nach Formulierung, Standort, Verlauf und Zeitpunkt anders ausfallen, und manche Assistenten greifen live auf die Suche zu, andere auf einen älteren Trainingsstand. Ein einzelner Test ist deshalb eine Stichprobe, kein Urteil. Aussagekräftig wird das Bild, wenn Sie jede Frage mehrfach und leicht variiert stellen und die Antworten über einige Tage vergleichen. Was hinter dem Ganzen steckt, erklärt der Beitrag Was ist GEO.
Fünf Prüfungen für heute
1. Fragen Sie nach Ihrer Branche und Ihrem Ort
Stellen Sie mehreren Assistenten die Frage, die ein Interessent stellen würde, etwa „Welche Anbieter für Innenausbau gibt es in Hanau?" oder „Wer macht Buchhaltung für Kleinunternehmen im Rhein-Main-Gebiet?". Prüfen Sie, ob Ihr Betrieb genannt wird, an welcher Stelle und in welchem Zusammenhang. Wenn Sie gar nicht vorkommen, ist das kein Makel, sondern der Ausgangspunkt: Es zeigt, dass die Voraussetzungen für eine Nennung noch fehlen.
2. Prüfen Sie, ob Ihre Fakten korrekt wiedergegeben werden
Fragen Sie gezielt nach Ihrem Unternehmen, sofern es bereits bekannt ist, und kontrollieren Sie die Antwort wie ein Korrekturleser. Falschangaben deuten fast immer auf widersprüchliche oder lückenhafte Quellen hin.
- Stimmen Name, Anschrift und Kontaktdaten genau, oder mischt der Assistent etwas zusammen?
- Werden Ihre Leistungen richtig beschrieben, oder werden Ihnen Dinge zugeschrieben, die Sie nicht anbieten?
- Sind Öffnungszeiten oder Einzugsgebiet aktuell, oder veraltet?
Wo die Antwort daneben liegt, lohnt sich der Abgleich Ihrer Angaben über Website, Google Business Profil und Verzeichnisse hinweg. Einheitliche Daten an allen Stellen sind die wirksamste Gegenmaßnahme.
3. Kontrollieren Sie robots.txt und llms.txt
Diese Prüfung braucht keinen Assistenten, sondern nur Ihren Browser. Rufen Sie Ihre Domain mit dem Zusatz /robots.txt auf und sehen Sie nach, ob dort seriöse KI-Crawler ausgesperrt werden, oft ein ungewollter Nebeneffekt pauschaler Sperren. Rufen Sie anschließend /llms.txt auf: Erscheint eine kompakte Übersicht Ihres Angebots, oder eine Fehlermeldung? Was diese Datei leistet und was nicht, erklärt der Beitrag Was ist eine llms.txt.
Wer nicht testet, vermutet. Ein paar gezielte Fragen zeigen in wenigen Minuten, ob ein Assistent Ihren Betrieb kennt und richtig wiedergibt.
4. Sehen Sie nach, ob ein Assistent Ihre Seite lesen kann
Geben Sie einem Assistenten, der auf Webseiten zugreifen kann, die Adresse einer Ihrer wichtigen Seiten und bitten Sie ihn, zusammenzufassen, was dort steht und welche Leistung das Unternehmen anbietet. Die Antwort verrät zweierlei: erstens, ob die Seite technisch überhaupt erreichbar und lesbar ist, und zweitens, ob Ihre Inhalte klar genug sind, um korrekt verstanden zu werden. Bleibt die Zusammenfassung vage oder falsch, liegt es selten am Modell und meist daran, dass die Kernaussage zu tief vergraben ist oder erst per Skript erscheint.
5. Beobachten Sie Googles KI-Übersicht
Suchen Sie bei Google nach Begriffen rund um Ihre Leistung und Ihren Ort und achten Sie auf die zusammengefasste KI-Übersicht über den klassischen Treffern. Prüfen Sie, ob sie erscheint, welche Quellen sie nennt und ob Ihre Website darunter ist. Diese Übersicht ist für viele lokale Suchen der erste Berührungspunkt und ein guter Gradmesser dafür, ob Ihre Inhalte als zitierbare Quelle gelten. Wiederholen Sie die Suche über einige Tage, da sich die Auswahl der Quellen verändern kann.
Was die Ergebnisse bedeuten
Tauchen Sie nirgends auf, werden Sie falsch wiedergegeben oder sperrt Ihre robots.txt die Crawler aus, dann liegen die Ursachen fast immer bei den Grundlagen: erreichbare und klar geschriebene Inhalte, eindeutige strukturierte Daten und konsistente Firmendaten. Welche Schritte daraus folgen, beschreibt der Beitrag Wie komme ich in die Antworten von ChatGPT und Co. und, mit Blick auf die Umsetzung, die Leistungsseite KI-Sichtbarkeit.
Wenn Sie diese Prüfungen nicht selbst durchgehen möchten oder eine zweite Einschätzung wollen, übernimmt Mainsicht das im kostenlosen Schnell-Check: ein unverbindlicher Erst-Eindruck Ihrer KI-Sichtbarkeit mit schriftlicher Zusammenfassung, ohne dass daraus eine Verpflichtung entsteht.
Häufige Fragen
Wie teste ich, ob ChatGPT mein Unternehmen kennt?
Stellen Sie ChatGPT, Perplexity und der KI-Übersicht von Google genau die Fragen, die Ihre Kunden stellen würden, etwa nach einem Anbieter Ihrer Leistung in Ihrer Region, und prüfen Sie, ob und wie Sie genannt werden. Achten Sie darauf, ob die Angaben stimmen und ob auf Ihre Website verwiesen wird.
Was bedeutet es, wenn die KI falsche Angaben über mich macht?
Falsche Angaben deuten meist auf widersprüchliche oder lückenhafte Quellen hin. Wenn Adresse, Leistungen oder Öffnungszeiten über Website, Branchenverzeichnisse und Profile hinweg nicht übereinstimmen, zieht ein Modell daraus falsche Schlüsse. Einheitliche, klare Angaben an allen Stellen sind die wichtigste Gegenmaßnahme.
Sind die Ergebnisse bei jedem Nutzer gleich?
Nein, KI-Antworten können sich je nach Formulierung der Frage, Standort, Verlauf und Zeitpunkt unterscheiden. Ein einzelner Test ist deshalb nur eine Stichprobe. Aussagekräftiger ist es, dieselbe Frage mehrfach und leicht variiert zu stellen und die Antworten über einige Tage zu vergleichen.